Dieter Ebels: Helene - Eine Kriegskindheit

Was schreiben denn andere so?
Anke
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Dieter Ebels: Helene - Eine Kriegskindheit

Beitragvon Anke » Mi 8. Jun 2011, 12:59

Dieter Ebels
Helene - Eine Kriegskindheit
Wagner-Verlag
ISBN 978-3-86683-074-5
401 Seiten

Ein Mädchen berichtet von seinen Erlebnissen während der Kriegsjahre. Eine authentische Geschichte voller Tiefgründigkeit. Wer glaubt zu wissen, wie schrecklich der Krieg war, wird nach dem lesen dieses Buches merken, dass er noch lange nicht alles wusste. Die erschütternden Szenen bleiben auch noch nach dem Lesen des Buches lange in den Gedanken hängen.
Auszüge des Buches sind mittlerweile auch in Geschichtsschulbüchern zu finden.
Ich habe das Buch in den Schulunterricht aufgenommen und die Resonanz ist großartig.
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cleomann8
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Re: Dieter Ebels: Helene - Eine Kriegskindheit

Beitragvon cleomann8 » Fr 10. Jun 2011, 11:23

Hallo Anke, danke für Deinen Tipp und Deine eigenen Gedankengänge. Ich liege auf der gleichen Welle. Ist auch klar - als 74jähriger! Weshab wohl habe ich ebenfalls etwas geschrieben - auch zu meinen kleinen Kindheitserlebnissen. Übrigens: Ich las soeben das Büchlein von Stéphane Hessel "Empört Euch!" Im Ullstein-Verlag erschienen. Der 1917 geborene Berliner und ehemaliger französischer Diplomat beklagt, dass der Finanzkapitalismus die Werte der Zivilisation bedroht und den Lauf der Welt diktiert und ruft zum friedlichen Widerstand auf. Er hat ja so recht. Und so wie er denken sehr viele Leute. Bisher haben wir nur den Anfang der Menschheitsgeschichte geschrieben - für die Fortsetzung ohne Gewalt und Kriege sind wir doch alle verantwortlich! Oder nicht? Und wenn man nur ein wenig weiterdenkt - so vieles dreht sich im Kreise. Und so viele Ausweichmanöver vor ernsten Problemen. Vor allem: Wer schreibt die nächsten Seiten der Menschheitsgeschichte? Wer diktiert den Inhalt? Immer wieder dieselben Finanzkraken, die ganz oben sitzen und im Grunde genommen die Politik bestimmen? Ist es nicht an der Zeit, darüber mehr nachzudenken?

Anke
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Re: Dieter Ebels: Helene - Eine Kriegskindheit

Beitragvon Anke » So 7. Aug 2011, 13:10

cleomann8 hat geschrieben:Hallo Anke, danke für Deinen Tipp und Deine eigenen Gedankengänge. Ich liege auf der gleichen Welle. Ist auch klar - als 74jähriger! Weshab wohl habe ich ebenfalls etwas geschrieben - auch zu meinen kleinen Kindheitserlebnissen. Übrigens: Ich las soeben das Büchlein von Stéphane Hessel "Empört Euch!" Im Ullstein-Verlag erschienen. Der 1917 geborene Berliner und ehemaliger französischer Diplomat beklagt, dass der Finanzkapitalismus die Werte der Zivilisation bedroht und den Lauf der Welt diktiert und ruft zum friedlichen Widerstand auf. Er hat ja so recht. Und so wie er denken sehr viele Leute. Bisher haben wir nur den Anfang der Menschheitsgeschichte geschrieben - für die Fortsetzung ohne Gewalt und Kriege sind wir doch alle verantwortlich! Oder nicht? Und wenn man nur ein wenig weiterdenkt - so vieles dreht sich im Kreise. Und so viele Ausweichmanöver vor ernsten Problemen. Vor allem: Wer schreibt die nächsten Seiten der Menschheitsgeschichte? Wer diktiert den Inhalt? Immer wieder dieselben Finanzkraken, die ganz oben sitzen und im Grunde genommen die Politik bestimmen? Ist es nicht an der Zeit, darüber mehr nachzudenken?

@cleomann8
So sehe ich das auch. "Empört Euch!" werde ich mir vormerken. Du solltest "Helene - Eine Kriegskindheit" unbedingt mal lesen. Glaube mir, es lohnt sich.

cleomann8
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Re: Dieter Ebels: Helene - Eine Kriegskindheit

Beitragvon cleomann8 » So 7. Aug 2011, 15:47

Hallo Anke, einen schönen Sonntagabend,
ja, wir haben ähnliche und deckungsgleiche Ansichten. Bei "Empört Euch!" bitte dem Autor auch jene Urteile nachsehen, die ich z.B. als "gebürtiger" Ostler nicht ganz teilen kann. Aber die Grundaussage!!! Sehr gut. "Eine Kriegskindheit..." werde ich mir besorgen, danke. Da wir nun schon mal beim Empören sind - was natürlich niemals ausreicht - , sende ich Dir mal einen Text von mir zu den Montagsdemos in Berlin-Friedrichshagen. Das paßt zum Thema, sonst würde ich das in eine andere Rubrik schieben. Nur, dass Du mal siehst, wie wir als Bürger richtig verarscht werden. Also nun der Text, den ich auch an verschiedene Redaktionen verschickt habe:

Gegen Fluglärm und Profitmaximierung - so fordern nunmehr schon viele Male die Demonstranten auf dem Marktplatz von Friedrichshagen. Vor drei Wochen versammelten sich etwa 2000 der in dieser Gegend rund um den Müggelsee und darüber hinaus ansässigen Einwohner. Vor zwei Wochen waren es etwa 3200 und am 01.08. bereits 3400 Protestierende. Sie diskutieren und singen und sind fröhlicher Dinge - in der Hoffnung, dass sich etwas rührt in der Politik. Und der rbb? Ja, mitunter wird kurz berichtet. In der vergangenen Woche aber zog es einem förmlich die Schuhe aus. Empört schickte ich deshalb eine Mail an die Redaktion. Doch lest selbst einmal, denn diese Zeilen finden sicherlich kein Gehör beim rbb.

rbb fluglärmgeschädigt?

Eine Überraschung jagt die andere: In der Abendschau des rbb!! Gewohnt, niveauvolle Abwechslung im städtischen Kolorit zu bekommen, interessant und immer wieder neu, werden wir an den Fernsehschirmen mit ganz neuen, unerwarteten Aspekten der Informationspolitik überschüttet: Ab dem 1. August trommelt es täglich in den Ohren der Südost-Bewohner am Rande Berlins: Der Fluglärm über dem Norden Berlins – von Tegel ausgehend – höre ja nun bald auf. Doch statt Frohsinn der Anwohner aus Malchow, Pankow oder Hohenschönhausen gibt es Tränen. Tränen? Kaum zu glauben, weshalb denn? Die O-Töne flöten es in alle Ohren: Wir sind ja so dran gewöhnt. Es macht uns gar nichts mehr aus. Wir winken den Fluggeräten sogar zu. So lieb haben wir die. Was heißen soll (laut Sendeauftrag des rbb): Leute rund um den Müggelsee, hört auf zu jammern. Macht Schluß mit Euren dämlichen Montagdemos! Kerosin? Lärm im Minutentakt? Nachtflüge? Macht gar nichts. Naturschädigung? Ohrenschädigung? Tourismusschädigung? Nichts da. Im Gegenteil: Euer Herz wird sich in Liebe öffnen. Mögen die lieben Flugzeuge brummend so niedrig wie möglich über unsere Köpfe hinwegbrausen. Da brauchen wir nur noch die Hand zum Gruß erheben. Liebe Piloten – weiter so. Ihr seid unsere Freunde und bringt Freude in die Häuser und Gärten, wo selbst die Frösche keinen Grund mehr haben, in ihrerm Gequake innezuhalten. (Wie Frau Inge Komm am 01.08. auf der Demo so überzeugend rüberbrachte: „Nein, lacht nicht, das stimmt…)

Gar nicht so lieber rbb: Welcher Teufel hat Euch geritten, uns mit solchem unglaublichen Zynismus Dummdreistes zu offerieren? Ihr nennt Euch Kultursender? Ehe wir mit verschärftem Fluglärm zu Schaden kommen – die Einwohner von Friedrichshagen, Schöneiche, Rahnsdorf, Neuenhagen, Münchehofe, Fredersdorf, Waldesruh, Märchenviertel, Erkner und Petershagen – scheint es, Eure Redakteure der Serie „Leben in der Einflugschneise“ seien zuvor bereits hochgradig geistig belastet. Die nun schon montags weit über dreitausendvierhundert Demonstranten zählenden auf dem Marktplatz von Friedrichshagen haben einen tollen Vorschlag für Euch, den devot vor den Kapitaloberen kriechenden Journalisten: Kommt her. Montags. Stimmt ein in unser Lied „Bald ist Schluß mit guter Luft, Luft, Luft, ganz Berlin kriegt Kerosin als Duft, …“ Empört Euch mit uns. Macht Euch Luft. Sendet nur das, was Ihr selbst verantworten könnt. Sonst hören und sehen wir Euch nicht mehr gerne. Protestiert gegen geistige Unfähigkeit und Mut, der Wahrheit ins Auge zu blicken. Möge die siegende Vernunft Euch bewahren vor einem Absturz in den Müggelsee – denn der wird nach Eurem Verständnis für Lärm, Kerosin und Nachtflügen voller Mitgefühl und Liebe vergiftet sein. Reicht Euch diese Aussicht?

Harry Popow, Schöneiche bei Berlin

Patrik
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Re: Dieter Ebels: Helene - Eine Kriegskindheit

Beitragvon Patrik » Di 6. Dez 2011, 14:28

Anke hat geschrieben:Dieter Ebels
Helene - Eine Kriegskindheit
Wagner-Verlag
ISBN 978-3-86683-074-5
401 Seiten

Ein Mädchen berichtet von seinen Erlebnissen während der Kriegsjahre. Eine authentische Geschichte voller Tiefgründigkeit. Wer glaubt zu wissen, wie schrecklich der Krieg war, wird nach dem lesen dieses Buches merken, dass er noch lange nicht alles wusste. Die erschütternden Szenen bleiben auch noch nach dem Lesen des Buches lange in den Gedanken hängen.
Auszüge des Buches sind mittlerweile auch in Geschichtsschulbüchern zu finden.
Ich habe das Buch in den Schulunterricht aufgenommen und die Resonanz ist großartig.
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Gehört habe ich von diesem Buch schon irgendwo, gelesen habe ich es noch nicht. Mal sehen, vielleicht hole ich es nach.

Maria73
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Re: Dieter Ebels: Helene - Eine Kriegskindheit

Beitragvon Maria73 » Di 3. Jan 2012, 19:52

Das Buch habe ich schon vor einigen Jahren gelesen und ich kann mich noch gut daran erinnern, denn es war "schaurig schön". ein Buch, bei dem ich heulen musste.


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